Alouette 3

Die Geschichte der Alouette 3 beim österreichischen Bundesheer

Die Sud-Aviation „Alouette lll“ (französisch die Feldlerche), ist ein leichter Transport- bzw. Mehrzweckhubschrauber mit einer Wellenleistungsturbine. Er bietet 7 Personen Platz und hat ein maximales Abfluggewicht von 2.200 kg. Der Erstflug mit dem in Frankreich entwickelten Prototyp SA 316A erfolgte am 28. Februar 1959.

1961 begann die Serienproduktion der SA-316A in Frankeich und bald folgte die verbesserte (und auch die im österreichischen Bundesheer eingeführte) Version SA-316 B. Die „Alouette lll“ wurde speziell für Flüge bzw. Arbeiten in großen Höhen entwickelt machte sich von Anfang an rasch einen Namen als „ Der Rettungshubschrauber“ schlecht hin in den Alpen. Landungen mit 7 Personen auf 4.810 m Höhe in der Nähe des Mount Blanc im Juni 1960 sowie im November 1960 im Himalaya auf 5.004 m mit zwei Personen und 250 kg Nutzlast an Bord stellte eine Revolution in der damaligen Hubschrauberfliegerei dar. Die militärische Version der SA16B konnte damals schon, als Panzerabwehr-Hubschrauber verwendet werden.

Die ersten vier „Alouette III“- 3E KA, 3E KB, 3E KC & 3E KD – kamen am 27. 1. 1967. also vor fast 50 Jahren nach Österreich. Zunächst wurde die 1.HS-Staffel, die damals in Hörsching stationiert war, mit diesem Hubschrauber ausgerüstet. Der Austausch von „Alouette ll“ auf „Alouette lll“ bei der 2. HS-Staffel. in Aigen im Ennstal, erfolgte von 3.12.1973 bis 29.4.1975.

Neben der militärischen Nutzung, wurde früh auch schon der ,,friedliche“ Nutzen des neuen Systems erkannt. So wurden erstmals Hubschrauberwindenbergungen mit der ,,Alouette lII“ in Österreich durchgeführt. Mittlerweile gehören Windenbergungen bei Nacht und Seilverlängerungen mit einem variablen Seilsystem zum täglichen Einsatzspektrum der Besatzungen.

Bereits 1983 konnte man die 50.000ste Flugstunde auf ,,Alouette lll“ im österreichischen Bundesheer sowie die erste Grundüberholung einer ,,Alouette lll“ in der Typenwerft AIGEN feiern.

Ab 1986 wurde die „Alouette III“ als  Notarzthubschrauber ,,Christoph“ als Assistenzleistung/Amtshilfe für das BMI und unter Mithilfe das Landes Steiermark in das damalige nationale Rettungssystem eingebunden. Die Besatzung bestand aus einem Piloten, einen Notarzt, einen Flugretter und einen Bordtechniker/Notfallsanitäter. Bis zur Einstellung dieses Primärrettungsdienstes mit 30.6.2001 wurden ca. 8.332 reale Notarzthubschraubereinsätze in über 6.000 Flugstunden geflogen.

Beginnend mit 1991 wurde die „Alouette III“ auch mit anderen Hubschraubermustern zum Schutz der Staatsgrenze eingesetzt. 1997 wurde auch dieser Hubschrauber zur Erfüllung des „Schengener Abkommen“ mit einer Wärmebildkamera ausgestattet.

Neben zahlreichen Assistenzeinsätzen im Inland, begannen 2006 die ersten Auslandeinsätze in Bosnien und dem Kosovo.

Auch bei Einführung der Nachtsichtgeräte (NVG) waren die Mitarbeiter aus Aigen wieder federführend. So wurden in den letzten Jahren zahlreiche Piloten der gesamten Hubschrauberflotte des österreichischen Bundesheeres bei der Mehrzweckhubschrauberstaffel in Aigen im Umgang mit den Nachtsichtgeräten vertraut gemacht und ausgebildet Das Fliegen bei Nacht mit diesen „Night Vision Goggles“ stellt eine wesentliche Erhöhung der Flugsicherheit dar

Beim österreichischen Bundesheer werden derzeitig noch 22 Hubschraube des Typs ,,Alouette lll“ betrieben. Acht Stück erfüllen die Aufgabe als Schulungshubschrauber in Langenlebarn und vierzehn Maschinen werden von der Mehrzweckhubschrauberstaffel in Aigen/E betrieben.